"ICH MÖCHTE GERNE ETWAS ZURÜCKGEBEN."

Wer sind eigentlich die Menschen hinter den Kulissen der Ecclesia? Was machen sie, wenn sie nicht an ihrem Arbeitsplatz sitzen? Zum Beispiel Hendrik Lehmann aus der IT-Abteilung?

In unserer Rubrik „Mit Leib und Seele“ stellen wir Ihnen die Menschen unserer Unternehmensgruppe vor und beschreiben, wo sie Ihre Zeit und Energie sonst noch einbringen: Im Ehrenamt.

Mit 15 ist er zum ersten Mal auf eine Freizeit gefahren, nach Ungarn an den Plattensee, zusammen mit Schulfreunden. Das war im Sommer 1989, da hat Hendrik Lehmann neben dem Freizeitprogramm gleich auch noch „politisches Programm“ mitbekommen: als der „Eiserne Vorhang“ zwischen den Machtblöcken in Europa geöffnet wurde und viele Menschen über Ungarn in den Westen flohen. „Aufregend war das alles damals“, sagt er. Inzwischen ist er 45 Jahre alt und fährt immer noch auf Jugendfreizeiten des evangelischen Jugendzentrums in Herford – als Mitarbeiter. Einmal im Jahr geht es mit 20 Jugendlichen zum Kanufahren ins Teufelsmoor bei Bremen. „Ich liebe diese Landschaft, die strahlt so viel Ruhe aus. Kein Handyempfang, das ist so entspannend.“ Im Sommer arbeitet er außerdem bei einer zweiwöchigen Jugendfreizeit mit.

Warum macht er sowas? Er ist schließlich voll eingespannt bei der Ecclesia, verantwortet dort seit gut zehn Jahren den Bereich IT-Operations und sorgt mit seinem Team dafür, dass das firmeneigene IT-Netzwerk sicher läuft und dass alle Kolleginnen und Kollegen an Ihren PCs störungsfrei arbeiten können.

„Ich habe als 15-, 16-Jähriger so viel von dieser Jugendarbeit profitiert, ich möchte gerne etwas zurückgeben“, sagt der IT-Spezialist. Damals haben er und seine Freunde im Jugendzentrum Videofilme gedreht, eigene Stärken und Talente entdeckt und irgendwann Erfahrungen in der verantwortlichen Mitarbeit gesammelt. Hendrik Lehmann hat eine Jungschar geleitet, Spiele organisiert und den Mädchen und Jungen von seinem Glauben als Christ erzählt, von Nächstenliebe und Bedingungslosigkeit. Dass man die im Jugendzentrum wirklich erlebt, das ist ihm wichtig: „Jeder kann kommen und mitmachen. Wir haben ein paar wenige Leitplanken, und darin kann sich jeder frei bewegen. Mir gefällt diese offene Art.“ Auftraggeber der Jugendarbeit sind die evangelischen Kirchengemeinden der Herforder City und der CVJM. Dessen Pariser Basis formuliert zum Beispiel eine der Leitplanken: Jungen und Mädchen aus allen Völkern, Konfessionen und sozialen Schichten sind willkommen.

Besonders schätzt Hendrik Lehmann, dass vor allem gut 80 Ehrenamtliche die Arbeit auf die Beine stellen, unterstützt von lediglich drei hauptamtlich Mitarbeitenden. „Das ermöglicht so viel. Wie sonst könnten Kinder für 130 Euro auf eine Freizeit fahren, wenn nicht so viele Ehrenamtliche mitmachten?“ Auch der Zusammenhalt im Team gefällt ihm, genauso wie die gesammelte Kompetenz: „Wir haben Leute aus allen Branchen: Handwerk, Marketing, Finanzen, IT, Lehrer, Pädagogen aller Art. Was wir auf die Beine stellen, das klappt – meistens.“ Das beginnt beim wöchentlichen Café mit Hausaufgabenhilfe, Mittagessen und Beratung für geflüchtete Jugendliche, geht über Jugendkirchentage, Konfirmandentage bis hin zum jährlichen Kindermusical mit 130 Kindern, das 60 Ehrenamtliche betreuen. Hendrik Lehmann ist „immer dann dabei, wenn Hilfe für die Technik gefragt ist. Und an zwei Abenden bin ich Ansprechpartner im Jugendcafé, unterhalte mich mit den Jugendlichen, grille, räume auf ...“.

Dass er inzwischen bei dem Versicherungsmakler arbeitet, über den viele Einrichtungen der Jugendhilfe in Nordrhein-Westfalen versichert sind, ist Zufall – aber sehr hilfreich. Denn es passiert durchaus dass im Jugendzentrum eingebrochen wird, dann ruft Hendrik Lehmann schnell einen Kollegen aus der Schadenabteilung an und fragt, wie sie sich verhalten sollen. Umgekehrt hilft ihm sein Ehrenamt im Beruf: „Wenn ich aus dem Büro komme, wo ich mit Computer-Problemen zu kämpfen habe, und dann abends ins Jugendzentrum fahre und Menschen erlebe, die ganz andere Kämpfe hatten, dann setze ich meine Prioritäten wieder anders. Ich achte mehr auf die menschliche Seite.“

 

Antje Borchers

antje.borchers@ecclesia-gruppe.de

 

Drei Sätze zum Vervollständigen:

  1. Beruf und Ehrenamt ergänzen sich, weil die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen für mich der ideale Ausgleich zum Beruf ist.
  2. Worüber ich mich immer noch freue: Wenn wir nach einer Freizeit alle Kinder und Jugendlichen glücklich und zufrieden nach Hause bringen.
  3. Ich bin mit Leib und Seele ehrenamtlicher Mitarbeiter beim CVJM.

"ICH MÖCHTE GERNE ETWAS ZURÜCKGEBEN."

Wer sind eigentlich die Menschen hinter den Kulissen der Ecclesia? Was machen sie, wenn sie nicht an ihrem Arbeitsplatz sitzen? Zum Beispiel Hendrik Lehmann aus der IT-Abteilung?

In unserer Rubrik „Mit Leib und Seele“ stellen wir Ihnen die Menschen unserer Unternehmensgruppe vor und beschreiben, wo sie Ihre Zeit und Energie sonst noch einbringen: Im Ehrenamt.

Mit 15 ist er zum ersten Mal auf eine Freizeit gefahren, nach Ungarn an den Plattensee, zusammen mit Schulfreunden. Das war im Sommer 1989, da hat Hendrik Lehmann neben dem Freizeitprogramm gleich auch noch „politisches Programm“ mitbekommen: als der „Eiserne Vorhang“ zwischen den Machtblöcken in Europa geöffnet wurde und viele Menschen über Ungarn in den Westen flohen. „Aufregend war das alles damals“, sagt er. Inzwischen ist er 45 Jahre alt und fährt immer noch auf Jugendfreizeiten des evangelischen Jugendzentrums in Herford – als Mitarbeiter. Einmal im Jahr geht es mit 20 Jugendlichen zum Kanufahren ins Teufelsmoor bei Bremen. „Ich liebe diese Landschaft, die strahlt so viel Ruhe aus. Kein Handyempfang, das ist so entspannend.“ Im Sommer arbeitet er außerdem bei einer zweiwöchigen Jugendfreizeit mit.

Warum macht er sowas? Er ist schließlich voll eingespannt bei der Ecclesia, verantwortet dort seit gut zehn Jahren den Bereich IT-Operations und sorgt mit seinem Team dafür, dass das firmeneigene IT-Netzwerk sicher läuft und dass alle Kolleginnen und Kollegen an Ihren PCs störungsfrei arbeiten können.

„Ich habe als 15-, 16-Jähriger so viel von dieser Jugendarbeit profitiert, ich möchte gerne etwas zurückgeben“, sagt der IT-Spezialist. Damals haben er und seine Freunde im Jugendzentrum Videofilme gedreht, eigene Stärken und Talente entdeckt und irgendwann Erfahrungen in der verantwortlichen Mitarbeit gesammelt. Hendrik Lehmann hat eine Jungschar geleitet, Spiele organisiert und den Mädchen und Jungen von seinem Glauben als Christ erzählt, von Nächstenliebe und Bedingungslosigkeit. Dass man die im Jugendzentrum wirklich erlebt, das ist ihm wichtig: „Jeder kann kommen und mitmachen. Wir haben ein paar wenige Leitplanken, und darin kann sich jeder frei bewegen. Mir gefällt diese offene Art.“ Auftraggeber der Jugendarbeit sind die evangelischen Kirchengemeinden der Herforder City und der CVJM. Dessen Pariser Basis formuliert zum Beispiel eine der Leitplanken: Jungen und Mädchen aus allen Völkern, Konfessionen und sozialen Schichten sind willkommen.

Besonders schätzt Hendrik Lehmann, dass vor allem gut 80 Ehrenamtliche die Arbeit auf die Beine stellen, unterstützt von lediglich drei hauptamtlich Mitarbeitenden. „Das ermöglicht so viel. Wie sonst könnten Kinder für 130 Euro auf eine Freizeit fahren, wenn nicht so viele Ehrenamtliche mitmachten?“ Auch der Zusammenhalt im Team gefällt ihm, genauso wie die gesammelte Kompetenz: „Wir haben Leute aus allen Branchen: Handwerk, Marketing, Finanzen, IT, Lehrer, Pädagogen aller Art. Was wir auf die Beine stellen, das klappt – meistens.“ Das beginnt beim wöchentlichen Café mit Hausaufgabenhilfe, Mittagessen und Beratung für geflüchtete Jugendliche, geht über Jugendkirchentage, Konfirmandentage bis hin zum jährlichen Kindermusical mit 130 Kindern, das 60 Ehrenamtliche betreuen. Hendrik Lehmann ist „immer dann dabei, wenn Hilfe für die Technik gefragt ist. Und an zwei Abenden bin ich Ansprechpartner im Jugendcafé, unterhalte mich mit den Jugendlichen, grille, räume auf ...“.

Dass er inzwischen bei dem Versicherungsmakler arbeitet, über den viele Einrichtungen der Jugendhilfe in Nordrhein-Westfalen versichert sind, ist Zufall – aber sehr hilfreich. Denn es passiert durchaus dass im Jugendzentrum eingebrochen wird, dann ruft Hendrik Lehmann schnell einen Kollegen aus der Schadenabteilung an und fragt, wie sie sich verhalten sollen. Umgekehrt hilft ihm sein Ehrenamt im Beruf: „Wenn ich aus dem Büro komme, wo ich mit Computer-Problemen zu kämpfen habe, und dann abends ins Jugendzentrum fahre und Menschen erlebe, die ganz andere Kämpfe hatten, dann setze ich meine Prioritäten wieder anders. Ich achte mehr auf die menschliche Seite.“

 

Antje Borchers

antje.borchers@ecclesia-gruppe.de

 

Drei Sätze zum Vervollständigen:

  1. Beruf und Ehrenamt ergänzen sich, weil die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen für mich der ideale Ausgleich zum Beruf ist.
  2. Worüber ich mich immer noch freue: Wenn wir nach einer Freizeit alle Kinder und Jugendlichen glücklich und zufrieden nach Hause bringen.
  3. Ich bin mit Leib und Seele ehrenamtlicher Mitarbeiter beim CVJM.

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